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Projektteam

Gerhard Kalhöfer, Johannes Buch

Bauherr

Regionale 2016 ZukunftsLAND

Stadt

Heek, Gronau

Beteiligte

Klangkunst: Prof. Peter Kiefer

Datum

2014

Soundscape - Klanglandschaft

Zwischen den beiden musikalischen Institutionen des Rock´n ´Pop Museums und der Landesmusikakademie soll ein klingender Entdeckungspfad eine ereignisreiche und attraktive Verbindung schaffen. Ein solch durchgehender Weg muss vorhandene Verbindungen benutzen und wo diese unzureichend sind, neue schaffen.
Dieser Klang- bzw. Hörweg wird durch neue und ungewohnte Hörerfahrungen inszeniert, die sich entlang der Strecke, aber auch an abzweigenden Stationen (Klang- bzw. Hörinseln) anordnen. Die visuelle Ebene verweist nicht nur auf den Verlauf, sondern ist selber ästhetisches Element und fungiert teilweise sogar als Klangerzeuger.
Hierdurch wird eine die Orte verbindende lineare Klanglandschaft, ein Soundscape, erzeugt. Vornehmliches Transportmittel ist das Fahrrad, ergänzt evtl. auch durch Einbeziehung des Nahverkehrs.

Sondbikes als Klangerzeuger
Die Fahrräder sind jedoch nicht allein klassisches Fortbewegungsmittel, sondern werden selber zum Klangobjekt und zum unverwechselbaren Botschafter des Soundscape.
Das Fahrrad ist an sich schon ein Klangobjekt, angefangen von der Klingel bis zur Bereifung. Für das Projekt sollen aber eigene Klangfahrräder entwickelt werden, die durch entsprechende klangliche Überarbeitung zu originellen Klanginstrumenten werden, und zur Aktion und Interaktion untereinander einladen. Z.B. wenn sich unterschiedliche Menschen auf der Route begegnen, kommunizieren sie durch ihre Klangfahrräder und im Anschluss dann über Ihre Klangfahrräder…
Unter Keysound versteht man einen unverwechselbaren Klang, der einen direkten Bezug zum Ort herstellt, z.B. das Läuten des BigBen assoziiert sofort „London“. Die Klangfahrräder können zu einer solchen Klangmarke für Heek-Gronau werden.
Soundbikes sind immer musikalische Instrumente und keine Lärm - Emittenten.

Soundbusse
Spezielle Klangbusse verbinden am Wochenende zu bestimmten Zeiten die musikalischen Institutionen. In Linienbussen werden personalisierte Soundzonen eingerichtet. Bestimmte Sitzplätze werden speziell für Klangprojektion eingerichtet und kommen ohne Kopfhörer aus. Es können auch mit sog. Transducern die Sitze selber zum Schwingen angeregt werden, so dass Klang spürbar wird. Der Klang „reist“ mit dem Bus und die Klänge ändern sich von Station zu Station und sind nur während der Fahrt zu hören.
Denkbar wäre auch, die Naturklänge der Umwelt durch die der Bus fährt, ins Innere zu übertragen, die Karosserie des Transportmittels würde damit akustisch quasi „transparent“ Über die akustische Knochenleitung des Menschen könnte Tiefbassklang über Haltstangen, Kopfstützen oder Hörpunkte übertragen werden.

Hörinseln und Klanginseln
Klang- bzw. Hörinseln bieten als künstlerisch gestaltete Zonen einen Anlass zum Verweilen auf der Strecke oder als Abzweiger. In sinnvollen Abständen gliedern sie den Verlauf des Klangweges und schaffen eigenständige Attraktionen. Die unterschiedlichen Aspekte der Kulturlandschaft Heek-Gronau mit den Soundscapes von Natur, Kulturlandschaft, dörflichem und urbanem Umfeld werden einbezogen und bewusst gemacht. Je nach Verbindung zum konkreten Ort, fokussieren sich die Inseln auf ein Thema der definierten Struktur: Klang – wahrnehmen, verstehen, erzeugen. An den Stationen soll man verweilen können und in einen anderen Zeit-Rhythmus finden. Die Wahrnehmung wird intensiviert und bereichert. Die Hörinseln bieten ein Erlebnis, über das sich auch nachher ausgetauscht werden kann; Man spricht darüber.