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Denn das Erste ist verloren... 12.jpg © Jörg Hempel
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Denn das Erste ist verloren... 14.jpg © Jörg Hempel
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Denn das Erste ist verloren... 11.jpg © Jörg Hempel
Kasse, Info und Shop
Kasse, Info und Shop © Jörg Hempel
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Denn das Erste ist verloren... 03.jpg © Jörg Hempel
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Denn das Erste ist verloren... 08.jpg © Jörg Hempel
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Denn das Erste ist verloren... 15.jpg © Jörg Hempel
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Denn das Erste ist verloren... 04.jpg © Jörg Hempel
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Denn das Erste ist verloren... 05.JPG © Jörg Hempel
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Denn das Erste ist verloren... 07.jpg © Jörg Hempel
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Denn das Erste ist verloren... 02.jpg © Jörg Hempel
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Denn das Erste ist verloren... 06.JPG © Jörg Hempel
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Denn das Erste ist verloren... 10.jpg © Jörg Hempel
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Denn das Erste ist verloren... 08b.jpg © Jörg Hempel
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Denn das Erste ist verloren... 16.jpg © Jörg Hempel

Projektteam

Gerhard Kalhöfer, Verena Kluth, Marc Rogmans

Bauherr

Stadt Arnsberg

Stadt

Arnsberg

Beteiligte

Ausstellungsgestaltung: Kalhöfer & Rogmans Ausstellungsgestaltung

Datum

2005

Bildrechte

Jörg Hempel

Denn das Erste ist verloren... - Ausstellung, Kloster Wedinghausen

Die Welt des lebendigen Klosters und damit 800 Jahre Geschichte sind 1803 mit der Auflösung des Klosters untergegangen und verloren. Die Frage, die am Anfang dieser Ausstellung stand, war: Wie soll man etwas zeigen, was es nicht mehr gibt? Die Ausstellung ist ein Appell an die Vorstellungskraft und arbeitet weniger mit dem authentischen Objekt. Sie macht Geschichte transparent, verbirgt jedoch nicht ihre Unsicherheit – etwas zu wissen, aber nichts mehr zu besitzen.

Typus
In den vier Räumen sehen Sie vier Ausstellungskörper: Gewächshäuser, banale Alltagsprodukte aus dem Baumarkt. Ihre Präsentationsform – ihre Einbindung in die Ausstellung und ihre Sockelstellung – führt jedoch weg vom hyperrealen Produkt. Durch den Zusammenhang der Ausstellungsarchitektur und den Kontext Kloster werden sie räumlich überhöht und zu Schreinen. Sie sind Verweise auf das Vergangene des Ortes – den Schrein der Heiligen Drei Könige. So ergibt sich eine Ambivalenz zwischen historischem und gegenwärtigem Typus. Beide Bilder – Schrein und modernes Alltagsprodukt – durchdringen und relativieren sich wechselseitig. In ihren Bildern bewegen wir uns durch die Zeit.

Transparenz
Das eingesetzte Medium zur Vermittlung der Ausstellungsinhalte ist Glas. Das an sich nicht sichtbare Baumaterial ist hier bedruckt und damit sichtbar gemacht. Hier will das Glas nicht einfach Klarheit und reine Durchsicht ermöglichen, sondern eine Mehrdeutigkeit und Komplexität an Informationen erzeugen. Das Hindurchsehen ist hier eine Überlagerungsstrategie, um das Reale mit dem Fiktiven zu verbinden. Es geht um zeitliche und räumliche Simultanität von Objekten und Inhalten. Bei der Betrachtung der Schreine findet eine Überlagerung von Vergangenheit und Gegenwart statt. Die verschiedenen Zeit- und Raumebenen werden im Dialog zwischen Vordergrund und Hintergrund, Figur und Grund, Raum und Oberfläche durchmischt. Insofern ist die gezeigte Transparenz nicht allein eine formal begründete Präsentation, die Besonderheit und Spannung erzeugen will. Sie hilft uns auch, die Widersprüchlichkeit und Vergänglichkeit von Geschichte zu vermitteln. Die Destabilisierung kognitiver Gewissheiten – denn das Erste ist verloren – ist Methode.